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Politisch korrekt von links nach rechts

November 2006

Der Begriff »politisch korrekt« ist in verhängnisvoller Weise verdreht, weil er ein linkes Anliegen (Gleichberechtigung, Schutz vor Diskriminierung) mit rechten Mitteln (Zensur und Selbstzensur) verknüpft. Historisch können wir beobachten, wie die rechten Mittel das linke Anliegen überlebt haben und jetzt für rechte Anliegen zur Verfügung stehen, z. B. die Diktatur der Konzernherren.

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18.1.07 23:37


14 Irrtümer über den Krieg

Aus Anlass der Totenschändungen in Afghanistan schrieb der Frankfurter Psychiater Iwailo Rogosaroff einen Beitrag über Krieg und Tod – mit dem paradoxen Titel »Krieg ist Leben« (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung 5.11.2006). In der Einleitung sagt er: Die Triebtheorie, von Freud selber als „mythologisch“ bezeichnet, vermag also kaum Aufklärung über die im Dunkeln liegenden Ursachen des Krieges zu geben. Seine weiteren Zeilen legen die Einschätzung nahe, dass auch Rogosaroff selber einen Mythos verbreitet, der in 14 Irrtümer zerfällt.

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Aktuelle Blog-Beiträge über Sarrazin, Ehrenmorde, FDP, Steuersenkungen usw. finden Sie auf http://tonikalverbenden.blogspot.com/

15.1.07 17:43


Der Anti-Nietzsche

Zarathustra in die Tonne! Eine Abrechnung zum 100. Todestag Friedrich Nietzsches (Sept. 2000): Er war größenwahnsinnig und egoman. Er hat sich mit großem Hallo selbst zum Propheten erklärt und dann auch noch geirrt. Er war keineswegs der Meister der Sprache,als der er uns verkauft wird. Er hat gegen die »kleinen Leute« gehetzt, die »Viel-zu-vielen«, die »Überflüssigen«, die »letzten Menschen«. Er hat für das antike Sparta geschwärmt, wo die Welt noch ordentlich eingeteilt war in Herrscher, Krieger, Bauern und Sklaven. Er hat die Frauen verachtet. Er hat den Krieg verherrlicht wie so viele seiner Zeitgenossen. Er hat die Herrschsucht verherrlicht. Er hat die Härte gepredigt. Ach Gott, er war ein Kind seiner schrecklichen Zeit!

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2.1.07 19:15


Weicheier haben mehr Spaß!

April 2000

Neulich ging ich zur U-Bahn 'runter, da watschelte vor mir so'n Typ die Treppe 'runter, Marke Möchtegern-Supermario, knapp so breit wie hoch, der Kopf knapp so dick wie der rechte Oberarm. Der ging dermaßen breitbeinig, dass er dabei schaukelte wie'n Kamel. Gesellte sich unten auch prompt zu zwei ganz ähnlichen Typen, die hatten beide grüne Trainingsanzüge an mit der Aufschrift: »Security«. Ich dachte mir: »Sieh da, ein Hartei!« Und fast war es Mitleid, als ich weiterdachte: »Muss ja ganz schön weh tun!«

»Harte Eier« – so nannte man doch früher den Zustand, wenn ein junger Mann noch nie oder seit Monaten oder Jahren nicht mehr mit einer Frau geschlafen hatte. Ein »Weichei« ist demnach ein Mann mit erfülltem Sexualleben. Einer, der nicht der Größte und Stärkste zu sein braucht, weil er schon der Schönste ist – zumindest bei seiner Liebsten. Oder auch bei seinem Liebsten.

Wie schön, dass ich ein Weichei bin! Es reicht ja, wenn meine Eier nur in gewissen Minuten hart werden.
15.1.07 18:44


Tucholsky räumt auf

(März 1999)

Ein weiteres rundes Jubiläum, diesmal das 80., ist verstrichen, und die einzige deutsche Revolution, die eine neue Staatsordnung hervorbrachte - die von 1918/19 -, blieb auch diesmal eine Sache der Parteihistoriker und Archivare. Hier soll sie zur Abwechslung unter einem literaturgeschichtlichen Aspekt angerissen werden: Im März 1919 erschien in der »Weltbühne« Kurt Tucholskys programmatischer Essay »Wir Negativen«, in dem er das Konzept einer moralischen deutschen Revolution entwarf und gleichzeitig der »Weltbühne« insgesamt ein Programm gab. Im gleichen Heft (Nr. 12 vom 13. 3. 1919) machte sich sein Homunculus Kaspar Hauser mit einem bittersüßen Liedchen über »Papa Ebert« und den Kompromiß her.

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15.1.07 18:54


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